KNESEBECK

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In Knesebeck gibt es jetzt Adebar DEW 9T 626

 

 

Nachwuchs im Storchennest auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei in Knesebeck.

Der Storchenbetreuer des Kreises Gifhorn und Celle, Hans Jürgen Behrmann, hat das Junge genau im Visier. Er bereist die Nester und ihm bleibt nichts verborgen. In seiner Schulkladde wird alles akribisch festgehalten. Der ehemalige Pastor hat dort den 30.4. als Schlüpfdatum notiert.

Es waren vier Eier, leider jedoch hat nur einer überlebt. Nun sind 4 bis 5 Wochen erreicht, es kann die Beringung erfolgen. In dieser Zeit haben die „Küken“ den Totstellreflex, d.h. wenn sie einen Feind sehen, stellen sie sich tot und rühren sich nicht mehr. Das ist die Chance für Behrmann, um die Beringung vorzunehmen.

So war es also am Mittwoch, der Große DLAK 23/12 der Feuerwehr Stadt Wittingen mit der

Besatzung von Frank Hösermann, Daniel Schulze und Christoph Zahrte stand bereit.

Zu dritt ging es in luftige Höhe, ganz langsam und mit viel Gefühl steuerten die Männer das Nest an. Der alte Storch flog ab, der Junge hat alles genau beobachtet, blieb erst regungslos stehen, dann setze er sich, das war für Behrmann das Signal, es kann losgehen.

Millimetergenau am Nest angelangt, bekam der Kleine ein Tuch über den Kopf und dann ging alles ganz schnell, ein Klick, und der Ring DEW 9T 626 saß am Fuß fest. Noch eine bisschen

Hauspflege, Müll entsorgen , schon war alles erledigt.

Die Ringnummern werden der Vogelwarte Wilhelmshaven gemeldet und dort registriert. So können die Störche bei Sichtung gemeldet werden, durch das Spektiv kann Behrmann die Nummern auf 100 Meter erkennen.

In Schönewörde zum Beispiel, alle beide haben Ringe, kommt einer aus Ludwigslust (Ring 2014) und der zweite aus dem Wolfsburger Raum (2015).

Zur Zeit sind etwa ein Drittel beringt, 32 Junge sind es genau. Im Bereich Gifhorn gibt es

erfreulicherweise in diesem Jahr 55 Paare, vor 12 Jahren waren es 20, so Behrmann.

Der Zuwachs gelingt auch Dank der Hilfe der LSW, die Masten zur Verfügung stellt und die auch bei Nestern , die von der Feuerwehr nicht zu erreichen sind, bei der Beringung helfen.

Nun heißt es für die alten , den Nachwuchs gut zu füttern , dann kann er ab ca. 9. Woche über

unsere Häuser fliegen, wir werden sehen! Mit einer Erinnerungsfeder aus dem Nest konnte ich

diesen Ausblick aus luftiger Höhe beenden, eine tolle Erfahrung. Rita Temme