KNESEBECK

POLITIK - GEWERBE - KULTUR - VEREINE - KIRCHE

777 JAHRE
1244 - 2021 - Hier mehr erfahren:

Knesebeck goes Kultur - Leseabend

Knesebeck goes Kultur war Balsam für die geschundene Kulturseele in Coronazeiten. Nach dem Erfolg von Knesebeck goes music im Juni ging es in der vergangenen Woche am Knesebecker Schützenplatz weiter:

 

Polizeiabsperrband empfing die Zuschauer letzten Donnerstag am Tatort. In der Nähe des Knesebachs wurde eine Frauenleiche, die als Marilyn Monroe verkleidet war, gefunden. Und tatsächlich: Versteckt unter Ästen liegt sie.

 Der Erkennungsdienst hat schon Beweise gesichert und kleine Nummern aufgestellt. Gleich daneben hält eine Vampirgestalt Grabwache. Die Situation ist vollkommen skurril. Glücklicherweise war dies nur die Deko für Knesebeck goes Literatur.

 

Beate Winter las aus Ihrem Buch Aschermittwoch: Nach dem Rosenmontagsball in Knesebeck wird die als Marilyn Monroe verkleidete Romy Seifert erstochen aufgefunden.

Kriminalhauptkommissar Kilian Frommelt glaubt, ein Gespenst zu sehen, denn die Tote hatte vor einer Stunde noch quicklebendig vor seinem Haus gestanden. Nur stockend gehen die Ermittlungen voran und landen immer wieder in einer Sackgasse. Wie der Fall gelöst wird und wer der Täter ist, blieb offen.

 

Beate Winters Leidenschaft gehört den Krimis, es ist bereits der dritte Band einer Serie mit dem Kommissar Frommelt, alle spielen in der Gegend von ihrem Heimatort Wittingen.

Sie schaut in die finsteren Abgründe der Menschenseelen  und versucht, zu erahnen, was sie zu ihren teils unfassbaren Vorgehensweisen getrieben haben könnte.

 

Dann taucht dann plötzlich unter den Eichen Balthasar Graf Brucegi, ein rumänischer Landgraf, in einem barocken Kostüm auf. Gespannt lauscht das Publikum den teils dramatischen, teils melancholischen Geschichten aus der Welt der düsteren untriebigen Geschöpfe.

Graf Balthasar von Brucegi entführt die Zuschauer mit seinem Programm „Die eiserne Jungfrau“ in 3000 Jahre Vampirismus. Neben wissenschaftlichen, historisch belegten Erkenntnissen berichtete Graf Balthasar auch von Mythen und Sagen. Zwischendurch las er aus verschiedenen Kurzgeschichten, die sich allesamt mit den untoten Blutsaugern beschäftigte.

Die Gäste hatten sich darauf gut vorbereitet, Picknick mitgebracht, Rotwein dazu, Kissen und Decken, alle konnten so entspannt den Worten der beiden Vortragenden lauschen in der warmen Sommernacht und sind hoffentlich nicht von Vampirträumen in der Nacht aufgeschreckt worden.