KNESEBECK

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Stolz präsentiert die Bücherei Knesebeck: Autorin Iris Wolff

Sehr erfreut und stolz zeigte sich die Leiterin der Knesebecker Gemeindebücherei, Bettina Winter, mit ihrem Team, das Jubiläumsjahr zum 50. Bestehen mit einer großartigen Veranstaltung beginnen zu können.

 

Sie zitierte Walt Disney: „Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen!“ Und sie fuhr fort: „Den Schatz, den wir heute genießen dürfen, verdanken wir Frau Iris Wolff, die aus ihrem  Buch “Die Unschärfe der Welt“  lesen wird.“

 

Elisabeth Schulze, die Vorsitzende des Büchereiausschusses, stellte den Besuchern der Veranstaltung in der Katharinen Kirche

dann die Autorin und ihr Werk „Die Unschärfe der Welt“ vor.

 

Die Autorin Iris Wolff wurde 1977 in Hermannstadt/Siebenbürgen, Rumänien geboren. Sie wuchs im Banat und in Siebenbürgen auf. 1985 emigrierte die Familie nach Deutschland. Iris Wolff studierte Germanistik, Religionswissenschaften sowie Grafik und Malerei in Marburg an der Lahn. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in Freiburg.

 

Ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet. 2021 bekam sie den Evangelischen Buchpreis für ihren Roman „Die Unschärfe der Welt“.

 

Die Jury vergab den Preis mit dieser Begründung: „Was für ein Reichtum begegnet uns in diesem Buch. Es ist Zeitgeschichte, Liebesgeschichte, Familienerzählung in einem. Voller Poesie und philosophisch noch dazu. „Die Unschärfe der Welt“ erzählt vom Leben eines Pfarrers und seiner Familie während der kommunistischen Diktatur in Rumänien. Es gilt, den Alltag mit seinen Freuden und Widrigkeiten zu bewältigen, die Angst vor der Unterdrückung und Verfolgung durch den Geheimdienst auszuhalten, Armut und Mangel zu bestehen.

Der Roman erzählt zugleich von der Liebe. Wie sie entsteht und wächst, wie sie verloren geht, wie sie sich in der Routine einrichtet, wie sie verraten wird und wie sie auch eine Trennung überdauert.

Mit nüchternem Blick und großer Zartheit lässt Iris Wolff uns an den Menschen und ihren Entdeckungen der Liebe teilhaben.“

 

Frau Wolff ließ die Zuhörer mit ihrer sympathischen Art dann teilhaben an den Wendungen, Träumen und dem sehr realistischen Blick auf das Leben.

 

Sie machte neugierig auf den gesamten Inhalt des Buches, das auch eine große Liebeserklärung an das Leben ist. Dabei ging sie auf die Personen der Handlung ein, auf eigene Kindeserinnerungen und auf eine ganz besondere Person, die in keinem ihrer Bücher fehlen darf, die Großmutter.

 

Die einzelnen Lese-Passagen wurden von wunderbaren Piano-Klängen unterbrochen, die Irina Binder passend ausgewählt hatte und gekonnt vortrug.

 

Den Schluss dieses besonderen Abends bildeten persönliche Gespräche mit der Autorin. Sie hatte das Interesse vieler Zuhörer geweckt, das Buch in voller Länge zu genießen. Mit einer besonderen Widmung von Iris Wolff konnten sie Bücher mit nach Hause zu nehmen.

 

Gerne wieder eine solche Veranstaltung, die mit den nötigen Abstandsregelungen hinsichtlich der Besucherzahl voll ausgeschöpft wurde.