KNESEBECK

POLITIK - GEWERBE - KULTUR - VEREINE - KIRCHE

Vor ausverkauftem Haus fand am vergangenen Samstag der traditionelle Knesebecker Dorfabend zum 43. Male statt. Und als beim Finale alle kleinen und großen Akteure ein letztes Mal auf der Bühne standen, fand der Applaus der Zuschauer kein Ende.

Aber der Reihe nach:

Bereits vor dem eigentlichen Programm stimmten die Fidelen Einhörner die ankommenden Zuschauer ein. Der große Saal im Schützenhaus war im Vorfeld wunderbar weihnachtlich vom Kegelclub Plan B  geschmückt worden. Pünktlich startete dann mit dem fulminanten Opening das eigentliche Programm. Mit kraftvoller Musik und einer abwechslungsreichen Lichtshow, toll umgesetzt vom Technik-Team Knesebeck, begann der Abend.

Den Anfang machten die Kinder der VfL Leistungsturngruppe. Die Mädchen und Jungen, viele erst sechs oder sieben Jahre alt, zeigten, was sie in den letzten Wochen gelernt haben. Denn die Leistungsturngrupppe unter der Leitung von Vanessa Regner und Imke Löwenberger hat sich im Sommer erst wiedergefunden und wagte den Neuanfang. Vom Bodenturnen über Tänze bis hin zu einer menschlichen Pyramide zeigten die Kleinen, dass sie auf der Turnmatte schon ganz groß sind.

Im Anschluss simulierten die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr, wie das bei den Großen so aussieht, wenn es brennt. Arbeitsteilung ist bei der Feuerwehr das ein und alles. Das haben schon die Kinder verstanden. Schade nur, wenn am Ende keiner zuständig ist. Am Ende greift der genervte Hausbesitzer selbst zum Strahlrohr. Und wer soviel Talent hat, ist auch gleich willkommen in der Feuerwehr. So sieht Mitgliederwerbung aus. Bei den Zuschauern flossen vor Lachen die Tränen.

Die Volkstanzgruppe Knesebeck gründete sich vor 40 Jahren anlässlich des Knesebecker Dorfabends und war auch in diesem Jahr mit von der Partie. Neben den schwungvollen Tänzen Krüz König, der ganz neu eingeübt wurde und  Dölziger Mühle, kokettierten die gereiften Tänzer auch mit ihrem Alter. Beim Sprötzer Achterrum „Rollator“  fuhren auf einmal Rollatoren auf die Bühne. Dass die Damen und Herren auch damit umgehen konnten, war klar.

Mit einem Sketch begeisterte wiederum die Musikzugjugend der Freiwilligen Feuerwehr. Mit dem Finger in der Wunde bohrten sie in typischen Knesebecker Themen. Ganz unter dem Motto: „Kindermund tut Wahrheit kund“

Ähnlich spitzfindig waren auch die Spielleute des Jägercorps Knesebeck unterwegs. Die Szene spielte im Friseursalon kurz vor Schützenfest. Nochmal die Matte rasieren. Und was dabei so passierte, sorgte für ordentlich Lacher beim Publikum.

Die Gruppe im Plaudereck sagte Tschüss beim Dorfabend. Vor 13 Jahren gaben Sie ihr Debüt mit Stand-Up Comedy und entwickelten sich seitdem mehr und mehr zu Sketchprofis. Nun ist das wechselnde Ensemble auch beruflich mehr eingespannt und die Proben bleiben auf der Strecke.

Neben den Darbietungen wurden natürlich auch die Sieger im Dorfabendschießen und -kegeln gekürt. Dazu mehr in einer extra Tabelle.

Den Abschluss des tollen Abends bildete der Spielmannszug des Schwarzen Corps Knesebeck mit den Stücken „Feuert los“ und „Regimentskinder“, wie immer, perfekt vorgetragen.

Die Saalwette aus dem letzten Jahr, die der Kulturverein verloren hatte, wurde bei den Musikern des Spielmannszuges Jägercorps mit einem Grillabend im Herbst eingelöst.

Nun aber zur neuen Saalwette:

10 Mitarbeiter der Brauerei Wittingen sollten das „Wittinger Bier“ bei einer „Blindverkostung“ herausfinden, dabei mussten mindestens 7 von 10 richtig liegen. Die spannende Auflösung: Die Mitarbeiter unter Leitung von Thomas Hallmann können gut riechen und schmecken, was „Ihre Marke“ ist. Die Wette haben die Mitarbeiter gewonnen! Doch trotz Niederlage ließ es sich Peter Herrewig nicht nehmen, das Team zu einer Brauereibesichtigung einzuladen!

Zum großen Finale begrüßten die beiden Moderatoren Isabell Schulze und Christian Lampe nochmal alle Künstler auf der Bühne. Gemeinsam nahmen alle Abschied vom Dorfabend 2019.

Im kommenden Jahr soll es weitergehen. Auf Flyern, die auf den geschmückten Tischen lagen,wurden die Gäste aufgefordert, Wünsche und Ideen dem Heimat-und Kulturverein mitteilen, die dann aufgegriffen werden sollen…..Mit einem neuen Konzept, mit neuen Highlights und anderen Formaten.

 

Von 7 bis 75 – der Dorfabend hat eine breite Palette

Jung und Alt auf der Bühne